Stock- und Messerabwehr als Traditionslehrgang
Ehrung für Volker Raddatz vom TuS Ahausen

Mitte Oktober fand in Ahausen (Landkreis Rotenburg) ein Landeslehrgang des Niedersächsischen Ju-Jutsu-Verbandes (NJJV) als „Georg-Riebartsch-Gedächtnislehrgang“ statt. Diesem Traditionslehrgang, der einmal jährlich im Bezirksfachverband Lüneburg angeboten wird, sind 52 Ju-Jutsuka aus ganz Niedersachsen auf die Ju-Jutsu-Matte gefolgt. Kein Wunder, denn die Lehrgangsleitung hatte der bundesweit bekannte Trainer aus Braunschweig, Stefan Matthiesen (5. Dan Ju-Jutsu, Trainer A). Ein Garant für interessante und kurzweilige Lehrgänge, der es immer wieder versteht, die Lehrgangsteilnehmenden in seinen Bann zu ziehen.
Zu Beginn des Events wurde aber zunächst der Sportler Volker Raddatz vom TuS Ahausen für seine über 30-jährigen Verdienste um das Ju-Jutsu vom Vizepräsidenten des NJJV, Bernd Kunze mit der Ehrennadel Breitensport in Bronze ausgezeichnet. Eine gebührende Auszeichnung des NJJV für einen zuverlässigen und sympathischen Sportler.
Die Lehrgangsinhalte haben neugierig gemacht: „Einfach unbestechlich! – Verteidigung gegen Angriffe mit Stock und Messer“.
Der Referent brachte es aber für alle zunächst auf den Punkt: „Bei Waffenangriffen immer Abstand wahren, die Waffe im Auge behalten und wenn möglich, sich zügig vom Angreifer entfernen“. Leider ist dieses aufgrund von örtlichen Gegebenheiten nicht immer möglich, deshalb das Erlernen von Verteidigungstechniken. Der Ju-Jutsuka hat die größte Chance, unbeschadet aus einer Situation zu kommen, wenn er die Abwehrtechniken immer wieder übt. Das drillmäßige Wiederholen gibt Sicherheit und verhindert Schlimmeres. Die Abwehr muss ohne zu überlegen möglich sein!
Für viele Teilnehmende war es auch eine Weiterbildung. Aus diesem Grund waren in der Turnhalle viele hochgradige Schwarzgurtträger, die das Thema für ihre Trainer-C-Lizenzverlängerung nutzen und die Lehrgangsinhalte als Trainer in ihren Vereinen umsetzen, zumal die Waffenabwehr auch Inhalt des Prüfungsprogramms ist.
Die Lehrgangsmethodik von Stefan Matthiesen machte es den Sportlerinnen und Sportlern leicht, letztendlich über drei Stunden im Thema zu bleiben, ohne das Stress, lange Weile oder Konzentrationsprobleme aufkamen. Die langjährige Referentenerfahrung machte den Lehrgang mehr als kurzweilig. Kein Wunder, das es zum Ende des Lehrgangs stürmischen Applaus und ein kleines Präsent vom Verein gab.
Der nächste Traditionslehrgang ist bereits für 2022 in Winsen (Luhe) geplant. Hier hat Georg Riebartsch vor 50 Jahren zum ersten Mal Ju-Jutsu in Winsen angeboten. Ein guter Grund für ein erneutes Lehrgangstreffen.

Text und Fotos:
Wolfgang Kroll

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.